Wasseraufbereitung

Eine Anlage für die Aufbereitung von Wasser besteht aber selten aus nur einem einzelnen Verfahren sondern sehr häufig aus mehreren. Die erforderliche Anzahl und Typ der Verfahren ist bedingt durch:

  • Art und Qualität des Rohwassers und dessen gelösten und ungelösten Inhaltsstoffe
  • Verwendungsart und Anforderungen für das aufbereitete Wasser (Reinwasser)

 

 

Rohwasser: Die wichtigsten Rohwasserlieferanten in Mitteleuropa sind:

  • Grundwasser aus Flachbrunnen oder Tiefbrunnen
  • Uferfiltrat aus oberflächennahen Flachbrunnen

 

 
Oberflächenwasser aus Fließgewässern oder Seen und Talsperren
Oberflächenwasser, und davon besonders Fließwasser, enthält zumindest zeitweise (Hochwasserperioden) hohe Gehalte an ungelösten Partikeln. Organische Verunreinigungen können auch enthalten sein, obwohl diese durch die gesetzlichen Vorschriften für Direkteinleiter von Abwasser und für gereinigtes Abwasser inzwischen nur noch in geringer Höhe vorkommen. Bei See- und Talsperrenwasser ist dagegen der Gehalt an Ungelöstem und organischen Substanzen deutlich niedriger.

Grundwasser
Grundwasser ist je nach Art der Bodenschichten aus denen es gefördert wird, häufiger mehr oder weniger belastet durch gelöste Eisen- und Manganverbindungen und höheren Gehalten an freiem Kohlenstoffdioxid (CO2). Gelöste oder kolloidale organische Verbindungen sind, falls überhaupt, nur in geringen Maße vorhanden. Oberflächennahes Brunnenwasser kann, besonders in Bereichen mit sumpfigen Bodenschichten und von Deponien, aber auch höhere Konzentrationen an organischen Verunreinigungen enthalten.

Verwendung des Reinwassers

Sieht man von der Abwasseraufbereitung ab, auf die hier nicht näher eingegangen wird, gibt es im Wesentlichen zwei Arten für die Verwendung und zwar als:

  • Trinkwasser und
  • Brauchwasser für Industrie und Gewerbe sowie in der Landwirtschaft zum Bewässern, letzteres wird allerdings fast nie aufbereitet